Haspola 2010

Presseartikel im Seeland:

Der etwas andere Sponsorenlauf
 
Im Kunstturnen wird Geld für die Vereinskasse beim  Handstandlaufen gesammelt.
 
Das Wankdorf Center feiert den fünften Geburtstag. An einem Samstag sind Menschenscharen garantiert. Das nützt der Verband Kunstturnen Kanton Bern (KKB) geschickt und geht an die Öffentlichkeit mitten ins Shopping Center. Hier zeigt er Attraktives. Ab 11 Uhr beeindrucken rund 100 Turnende des Kantonalen und Regionalen Leistungszentrums Bern während gut zwei Stunden. Der Weg bis zum Können einer Ariella Kaeslin oder Claudio Capelli ist steinig und lang. Nur Wenige werden in deren Fussstapfen treten. Die Augen unter den Zuschauern werden gross, alles staunt, was da vom fünfjährigen Mädchen bis zum sportlichen Junior gezeigt wird. Grazil und ausdruckstark sind die Übungen der Mädchen, kraftvoll und dynamisch jene der Turner. Das Programm ist aufgelockert, spannend. Auf der 18 m langen Bodenmatte treten sie allein,  zusammen und gemischt auf. Bodenakrobatik, kleine Tänze oder Vorführungen an Geräten lösen spontanen Beifall aus. Das Ganze wird geschickt und verständlich von Esther Imboden, Vizepräsidentin KKB, kommentiert. Präsent sind auch Bruno Meier, Cheftrainer Frauen des Kantonalen Trainingszentrums, sowie der Magglinger Sandor Kiraly, Cheftrainer des Leistungszentrums Bern.
Die ganze Aktion hat noch einen finanziellen Hintergrund. Alle Turnenden sammeln Geld in Form eines Sponsorenlaufs, aber nicht mit den Beinen, sondern im Handstand (HASPOLA)! Alle haben Spender, die unterschiedliche Beiträge locker machen pro zurückgelegten Meter auf der 18 m langen Bahn. Da werden 50 Rappen, ein oder zwei Franken geboten, aber auch Pauschalen.
Jeder Franken in der KKB-Kasse ist willkommen. Elegant und meist in besserer Körperhaltung als die Jungen sind die Mädchen im Element. Die Beste von ihnen kommt auf beachtliche 56 m (Vorjahr 51 m). Was werden die Turner zu bieten haben? Der Rekord lag bei 71 m, gehalten vom Oberdiessbacher Yvan Thomi (15). Mit Feuereifer rennt er wieder auf den Händen los, schafft in einer Minute 70 m, ebenso Samuel Neuhaus (Port). Zwei Meter mehr werden für den Thuner Remo Brechbühl notiert. Die Spannung steigt, denn der 16-jährige Jérôme Loher aus Bern legt ganze 78 m vor. Dann ist die Reihe an Raffael Matti, heutiger Cheftrainer im Kantonalen Trainingszentrum und 30-jährig. Er tut es den Jungen Vollblutturnern gleich und erreicht ebenfalls die Rekordweite von 78 m.
 
Die Berner Kunstturner hatten am 23. Juli ein bekanntes Ehrenmitglied im Alter von 85 Jahren zur letzten Ruhe zu begleiten, André Huguenin aus St. Immer. Nach vielen Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit im Kunstturnen und im Schweizerischen Turnverband wird Clemens Meier (71) aus Thörigen als KKB-Präsident  an der nächsten Generalversammlung vom 12. März 2011 zurücktreten.
Heinz Brönnimann
 
Weitere Photos siehe in der Photogalerie

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